Es geht im Leben darum, wessen Leben wir berühren, und die Art und Weise, wie wir es berühren.
Neale Donald Walsch

"Wir bringen uns alle gegenseitig nach Hause"

Es beginnt alles in uns – und nur in uns. Nach meinem Zusammenbruch war einer meiner ersten Schritte in Richtung innerer Gelassenheit und Veränderung, mich selbst wirklich zu durchschauen. Ich erkannte, dass nichts im Außen – kein Ort, keine Person und kein materielles Ding – mich langfristig glücklich oder vollständig machen kann. Diese Erkenntnis führte dazu, etwas zu tun, wozu ich nie geglaubt hätte, jemals in der Lage zu sein: mir selbst zu begegnen. Dieses Geschenk beinhaltete jedoch auch, dass ich mich mir selbst stellen musste. Ich begann, aus den verschiedensten psychologischen Identitäten auszubrechen, die ich mir über Jahre antrainiert hatte. Bis zu einem gewissen Punkt gelang mir das alleine, doch mein Verstand war ständig damit beschäftigt, echtes Fühlen zu vermeiden. Körperarbeit, Selbstregulation und das Zusammenspiel mit der Psyche erschienen mir lange zusammenhangslos. Dadurch blieb mir die Tiefe des Lebens verschlossen. Ich lebte in emotionalen Konditionierungen, innerlich abgeschnitten und in einem Körper geprägt von meiner Vergangenheit, und trug all diese Verletzungen mit mir herum. Ich war am Boden, gefangen in Mustern, die mich von mir selbst getrennt hatten.

Heute sieht die Welt anders aus. Ich habe Veränderung nicht nur gelesen oder verstanden, sondern erlebt – durch Bewusstsein, Mut, die Fähigkeit zur Selbstregulation und durch Wissen. Auf dieser Seite teile ich deshalb nicht nur meine Geschichte, sondern auch Wege aus dem inneren Drama heraus, auf denen ich heute Menschen begleite, die sich selbst wieder begegnen wollen. Ich begleite Menschen psychologisch und traumasensibel aus eigener Erfahrung heraus.

Für mich ist Bewusstwerdung etwas Unbezahlbares, etwas, das grundsätzlich für jeden Menschen zugänglich sein darf, der sich auf diesen Weg macht. Gleichzeitig sehe ich alle Seiten. Die Menschen, die ich hier vorstelle (als Begleiter), folgen ihrer Berufung und bringen Zeit, Wissen und Erfahrung ein – und das darf auch wertgeschätzt und vergütet werden. Ich prüfe jeden Gedanken zu diesem Projekt sehr bewusst danach, ob er sich für mich stimmig anfühlt. Aus genau diesem inneren Prozess heraus ist die Idee entstanden, eine Stiftung ins Leben zu rufen, mit dem Wunsch, Menschen, die ökonomisch weniger gut aufgestellt sind, dennoch die Möglichkeit zu geben, sich auf diesen Weg einzulassen. Ich möchte hier so offen wie möglich mit dir sein. Die Zeit des Versteckens ist für mich vorbei.

So sieht es heute aus

In diesem kleinen Video möchte ich dir zeigen wie ich mich verändert habe und vor allem, dass Veränderung möglich ist.

Im Grunde habe ich das Interesse daran verloren, jemand sein zu wollen. Ich bin einfach ich – das war’s. Nichts Besonderes, kein cooler Feuerspieler, kein Künstler, der mit viel Geduld Steine aufeinanderstellt, kein psychologischer & Trauma-Begleiter, Autor oder irgendetwas anderes. Mag sein, dass ich so gesehen werde, und das ist auch völlig in Ordnung. Für meinen Verstand und mein Ego war all das jedoch lange nur ein weiterer Teil, mit dem ich mich identifizieren wollte, um endlich jemand zu sein – anerkannt zu werden, gesehen zu werden, gelobt oder geachtet zu werden, bei Frauen gut anzukommen. Ich mache diese Dinge gerne und bin mit ganzem Herzen bei jedem Projekt dabei, auch wenn es manchmal sehr hart wird, doch sie definieren nicht, wer ich bin. Wenn ich sage, dass ich nichts Besonderes bin, dann meine ich damit nicht, besser, weiter, schlechter, schöner oder hässlicher zu sein als du.

Meine "Ausbildungsbescheinigungen"/Vergangenheit

Schulzeit

„Diese Dokumente zeigen nicht, wer ich war — sondern wie tief der Wandel sein kann.“

Erwachsenenalter

Irgendwann wurde mir immer bewusster, dass ich lieber verletzlich bin als innerlich tot. Erst dadurch konnte ich aus all dem ausbrechen. Das bedeutet für mich, jeden Tag an mir zu arbeiten, um mit mir selbst in Frieden gehen zu können. Statt Schuldige zu suchen oder andere für irgendetwas verantwortlich zu machen oder zu projizieren, habe ich erkannt, dass ich es selbst in der Hand habe. Ich habe immer wieder gesagt, dass ich diese Dokumente veröffentliche, weil ich spüre, dass sie andere Menschen motivieren können, selbst den Weg zu innerem Frieden zu gehen – unabhängig davon, woher man kommt.

Spannend ist, dass ich heute häufig gefragt werde, ob ich studiert habe. Wie du gesehen hast: nein. Was ich jedoch habe, ist eine Botschaft, die mich selbst so sehr bewegt und motiviert, dass ich diese Erlebnisse weitergeben möchte. Wenn ich Menschen dann diese Dokumente zeige, können sie sich kaum vorstellen, dass ich das einmal war. Und genau das ist der Punkt: Absolut nichts von dem, was dort steht, sagt in irgendeiner Weise wirklich etwas über den Menschen aus – weder über dich noch über mich.

Und das sind meine größten Inspirationen

Sam Berns

Sampson Gordon, „Sam“ Berns, war ein US-amerikanischer Aktivist und Philosoph, der unter der Genmutations-Krankheit Progerie litt. Durch sein Wirken half er, ein Bewusstsein für diese Krankheit in der Bevölkerung zu schaffen.

Wenn ich die Lust an allem verliere und das Gefühl aufsteigt, aufzugeben und im Unglück feststecke, denke ich an Sam.

Immaculée Ilibagiza

Immaculée Ilibagiza ist eine ruandische Schriftstellerin. Sie gehört zur Volksgruppe der Tutsi und ist römisch-katholisch. Ihr erstes Buch „Aschenblüte: Ich wurde gerettet, damit ich erzählen kann“ aus dem Jahre 2006, ist ein autobiographisches Werk, in dem sie detailliert beschreibt, wie sie den Völkermord in Ruanda überlebte. Bis auf ihren ältesten Bruder Aimable wurde ihre gesamte Familie (Mutter, Vater und zwei Brüder) ermordet. Weltweit verbreitet Immaculée ihre Botschaft und hält Reden über das Massaker. 2007 erhielt sie den Mahatma-Gandhi-Versöhnungs- und Friedenspreis.

Wenn es mir schwerfällt, Menschen zu vergeben, denke ich nicht nur an meine ganzen Erlebnisse zurück, sondern auch an Immaculée

Paul Alexander

Paul Richard Alexander ist Anwalt, Schriftsteller und paralytischer Polio-Überlebender. Er ist im Volksmund als einer der letzten Menschen bekannt, die in einer eisernen Lunge lebten, nachdem er 1952 im Alter von sechs Jahren an Polio erkrankte.
 
 
 
 
Wenn ich glaube, dass ich mein Vorhaben nicht umsetzten kann, mich unbedeutend, schwach und klein fühle und eh nichts bewirken kann in diesem Leben, denke ich an Paul.

Alles ist möglich, egal wie viel Leid auf dieser Erde geschieht. Es liegt an uns selbst, wirklich etwas zu verändern. Und ich war ein Mensch, der ums Verrecken nichts von sogenannten Pseudo-Wissenschaftlern oder spirituellen Lehrern hören wollte, für den das Thema Trauma viel zu groß und zu weit weg erschien. Dass genau diese Menschen mir eines Tages helfen würden, hätte ich niemals gedacht. Letztlich war ich einfach nicht bereit dafür. Alles, was mir unbekannt war und gesellschaftlich nicht von der breiten Masse anerkannt wurde, hielt ich für Unsinn. Die Wahrheit ist jedoch, dass ich Angst vor dem Unbekannten hatte. Alles, was mir fremd war, machte mir Angst – und die größte Angst lag darin, mir selbst zu begegnen. Also lehnte ich es krampfhaft ab, weil ich innerlich von dieser Angst gelähmt war.

Wenn überhaupt, mussten sich immer die anderen verändern. Das war die Wahrheit, die ich lebte.

Wer bin ich wirklich hinter all dem, was ich glaubte zu sein? Und wenn ich entdecke und lebe, was mich begeistert – was denken dann die anderen über mich?