Unsere Gedanken werden zu Wörtern,
unsere Wörter werden zu Taten,
unsere Taten werden zu unseren Gewohnheiten,
unsere Gewohnheiten bilden unseren Charakter
und unser Charakter bestimmt unser Schicksal

Unzufriedenheit, Stillstand, Mangel

Wer meinem Blog folgt, wird mitbekommen haben, dass in den letzten Wochen einiges in mir hervortrat. Ich habe das Ganze versucht, ständig klein zu reden und sank immer tiefer in alte Muster zurück, Computer spielen, Ausreden finden nicht mehr groß weiter zu arbeiten, drücken vor Meditationen oder auch dem Schreiben und Kreieren der Webseite. Finanziell lag mein Fokus auch seit langem wieder im Mangel, egal was alles bereits an positiven Ereignissen passierte ist, blendete ich aus und regte mich tierisch über Geld und die Gier der Menschheit auf. Ich steigerte mich solange hinein, bis ich in der Politik angekommen war. Eine Freundin hat mir an einem Abend ihr Ohr geliehen und ich konnte (ohne zu erwarten, dass ich bemitleidet werde) mich mal so richtig auslassen, bis zu einem Punkt, wo ich in völlige Unbewusstheit fiel und die Verantwortung vollständig abgab. Es ging in eine Abwärtsspirale,  angefangen damit, dass scheinbar immer noch niemand Interesse an meiner Arbeit hat und mir die Zeit schlicht davon rennt. Meine Gedanken, die ich mitteilte, waren in etwa folgende:

„Was soll ich denn bloß tun? Alles scheiße und nichts passiert! Das System ist an alle dem Schuld! Ich habe beschlossen, mich von meiner Vergangenheit zu trennen und alles aufzugeben (Eu-Rente etc.)um meinen Weg zu gehen und jetzt wird mir das Messer an die Kehle gehalten in Form von Zeitdruck. Wie soll ich das nun alles hinbekommen? In was für einer Welt lebe ich hier bitte, dass andere Menschen derartige Macht über mich haben können.  Während die ganzen unzufriedenen Brüllaffen mit hohen Einkommen im Bundestag,  gefühlt mit jedem Wort, was dort gesprochen wird, nur alles noch schlimmer machen! Aktuell wird hier grade alles und jeder sanktioniert/bestraft und es kommt wie ein Boomerang zurück, alles wird teurer, was ist denn das für ein Mist?! Diese ganzen idiotischen Politiker, nur wegen denen stehe ich so unter Druck!“

(Ich habe sie alle verflucht, dabei habe ICH die Wahl getroffen, um zu leben, oder? Jetzt beklage ich mich im Grunde genommen über meine eigenen getroffenen Entscheidungen.)

Ab dem Moment wurde das Gespräch beendet, weil ich absolut in die Opferrolle fiel. Mir war das ganze vollkommen klar, doch es tat gut es mal raus zu lassen, denn es zeigte mir, dass ICH es in der Hand habe, es jedoch wieder mal abgeben wollte, weil ich so unzufrieden mit allem und mir selbst war. Früher wäre ich innerlich ausgerastet, wenn mich jemand so abgewiesen hätte. Der Unterschied ist, dass zugehört wird oder manchmal auch schmerzhafte Fragen vom Gesprächspartner gestellt werden. Das war mal anders. Noch vor etwa 5 Jahren wurde ich immer bemitleidet oder es wurde gegenseitig gejammert, wie schrecklich alles ist, sprich, wir bestätigten uns- ich/wir bin/sind im Recht und alle anderen liegen falsch. Im Jammertal gibt es jedoch keine Lösungen. Ich darf also wieder mal Verantwortung übernehmen, das Ganze mal wieder von einer anderen Perspektive aus zu betrachten und aufzuhören dafür zu sorgen, dass andere sich für mich verändern. Das wird nicht passieren.

(Diese Gesprächsübung habe ich auch in meinem Buch mit eingebracht – Stoik, was ist denn das?)

Das Kernthema, welches ich so lange vor mir her schob, wurde immer offensichtlicher – finanzielle Unzufriedenheit. Ja, ich erlebte bereits innere Freiheit auch zu diesem Aspekt. Es waren sehr schöne Momente, nur sitzt es etwas tiefer, als ich zunächst glaubte. Das stellt sich grade immer mehr heraus in den einzelnen Bereichen, wie viel Wert hat meine Arbeit, die ich mache und anbiete? Eine sehr schwierige Frage für mich, da ich es für etwas unbezahlbares empfinde. Doch braucht es nun mal einen Energieaustausch. Ich kann es nicht mehr wegschieben und ab dem Zeitpunkt sprang mir das Finanzthema permanent ins Gesicht. Ob das nun ein Seminar Wochenende war, welches anstand und insgesamt 800 km Strecke beinhaltete bei 2.10 Euro der Liter Benzin und mein Auto evtl. auseinanderfallen könnte. Oder auch dass wir nur Essen bestellen würden und ich keine Idee habe, wie ich das auch noch packen soll. Auch gab es den ersten Feuerspielerauftritt, wo ich selbst den Preis festlegen musste und mir Gedanken machen durfte, was diese Arbeit wert ist. Was werde ich für die Gesprächsführung oder Begleitung nehmen? Ganz blöde, jedoch sehr wichtige Fragen.
Es gibt hier direkt 2 Dinge, die mich blockierten:

1.

„Ich bin nicht gut genug,/ich bin es nicht wert“ total oldschool, doch aktueller wie nie zuvor, absolut nervig. Das hast du vielleicht schon mal gehört. Vor langer Zeit habe ich das bereits in der Tiefe bearbeitet und jetzt wird es mir um die Ohren gehauen. Denn – ich bin gut genug! Und – ich bin es Wert!

Aktiv gab es jedoch kaum eine Situation, in der ich mich diesem Thema wirklich stellen musste, bis jetzt. Ich habe mich also entschieden das bevorstehende Wochenende vollständig zu leben und sagte zu mir: „Ich habe genug Geld für diese 3 Tage und es wird alles gut ausgehen!“

Das schöne daran ist, dass ich schon genug Vertrauen durch alles, was du bereits über mich erfahren hast, ent-wickeln konnte und tatsächlich wahres, ehrliches Vertrauen im Leben bereits erfuhr. Nach der langen depressiven Phase fing ich wieder an, mich daran zu erinnern. An all die schönen Momente und Fortschritte, die ich bereits erlebt und kreiert hatte und legte nach einigen Wochen und Tiefpunkten wieder darauf meinen Fokus. Das ist mir gelungen, weil ich sehr lange unermüdlich Zeit und Energie in das Projekt gesteckt und so viel dazu vorbereitet und angefangen hatte.

Als ich gefühlt still stand, einen Schritt zurückging und am Boden lag, konnte ich beobachten, wie perfekt sich das alles auf einmal entwickelte. Es fing mit einem Meeting an, welches ich vor ca. 2 Monaten (Februar 2022) arrangierte. Dort lernte ich eine Frau kennen, die etwas ähnliches vor hat wie ich und sich mit mir austauschte. Mir wurde empfohlen, das ich mich doch mal in eine bestimmte Gruppe begeben und meine Idee dort vorstellen könnte. Sie meinte, dass einige, die jetzt zu ihrem Team gehören, sie über diese Gruppe fand. Ok, dann versuche ich dort mal mein Glück und habe mein Projekt vorgestellt. Auch wenn sich nicht viele darauf gemeldet haben, war ein Mensch dabei, der ich mein Buch anvertraute, ich wollte wissen, ob es wirklich Menschen erreicht, schließlich haben es bis jetzt nur Menschen gelesen, die mich kennen. Diese Person hat mein Buch in weniger als 3 Tagen durchgelesen und das war für mich der absolute Durchbruch – meine Worte bewegen etwas.
Und genau dieser Gedanke half mir wieder an mich zu glauben und Vertrauen in mir zu finden.
„Ich bin es wert!“
Das zu sagen war tatsächlich noch mal eine Herausforderung, weil ich mich immer noch schwertat. Nur dadurch, dass ich in der Vergangenheit die Blockade bereits schon angeschaut hatte, konnte ich anfangen, es anzunehmen. Und es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich mich den ganzen Tag selbst belüge, gerade wenn es noch Blockaden gibt oder ich es in der Tiefe annehmen und fühlen kann. Auch hier muss man es erlebt haben, um diesen feinen Unterschied überhaupt zu verstehen. Das ist der Grund, warum positive Affirmationen bei mir früher niemals durchgedrungen sind.

2.

„Arbeit muss wehtun“ Ja, wenn Arbeit nicht schmerzhaft ist und einen nicht buchstäblich krank macht, hab ich kein Geld verdient, oder? Der Satz ist für mich auch nichts neues nur bricht er in mir hervor, um zu sehen, ob dieses innere „Gesetz“ immer noch aktiv ist.
Ja, war es und das auch noch auf alles bezogen – Projekt, Buch und Feuerspielen.
Ich liebe es, Menschen für eine kurze Zeit zu begleiten, auf ihrer Reise zurück zu sich. Es ist total schön zu erleben, dass sie in sich etwas auflösen konnten und den Mut entwickeln, ihren Weg zu gehen. Das Feuerspiel, wofür ich auch total brenne, macht mir Spaß und ich freue mich, wenn andere ebenfalls Spaß daran haben.
Jetzt habe ich hier auf dieser Plattform eine Möglichkeit erschaffen, vielen Menschen etwas anzubieten, wo sie für sich wählen können, wer sie begleitet. Ziehe mich allerdings etwas zurück, um mich anderen Dingen zu widmen. Ich sehe mich selbst nicht in Mentoring Programmen oder ausschließlich in der Begleitung, meine Gedanken suggerierten mir dennoch, dass wenn ich dieses Projekt erschaffe, muss ich mindestens 200 % dabei sein und meine gesamte Energie und Zeit darein investieren. Meine Projektionen (Gedanken/Überzeugungen) dahinter waren folgende:
„Wenn ich kein Spaß an etwas habe, haben es andere auch nicht“ (Ich projizierte auf das Team, dass sie keinen Bock haben, weil ich keine Lust habe.)
„Jetzt lasse ich andere für mich arbeiten und beteilige mich am Gewinn, obwohl das doch kein Spaß macht, Vollzeit diese Tätigkeit auszuüben, ich darf also kein Geld von ihnen annehmen.“
„Ich muss auch Vollzeit dabei sein und darf nichts anderes machen, weil Arbeit schmerzhaft sein muss, ansonsten hab ich kein Geld verdient.“
Es sind allerdings meine Gedanken. Ich sehe ja, wie viel Liebe die Menschen in ihre Projekte stecken und was ihr Herzensanliegen ist, sowie ich viel Arbeit in mein eigenes Projekt stecke. Doch frühe Konditionierungen sorgten dafür, wieder so negativ zu denken.
Verbinde ich die oben genannten Punkte: „Geld und Mangel“, „Wertlosigkeit“ und „Arbeit muss wehtun“, ist das Ergebnis folgendes: Einige Wochen absolute Unzufriedenheit, welche mir irre viel Energie entzog.
Das machte mich derartig kraftlos und träge, weshalb ich in alte Muster zurückfiel. Die optimale Abwärtsspirale war kreiert mit dem Fokus auf Negativität und Unzufriedenheit. Das Leben spiegelte mir vieles davon wieder in der Zeit. Alles lag brach, nichts schien sich zu bewegen, mein Buch wurde vom Verlag abgelehnt und ich machte mir Sorgen darum, wie ich den TÜV im Januar 2023 begleichen könnte, das ist ja auch nicht mehr solange hin, oder?

In dieser Zeit war ich wieder mal drauf und dran, alles zu schmeißen trotz der Spenden, die mich erreichten (Blogeintrag – berührt von der Liebe) redete ich mir relativ schnell ein, dass es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sei.

Doch jetzt geht es weiter, denn ICH BIN ES WERT! UND DU AUCH!

Fazit:

Auch hier kann ich wieder nur drüber lachen, wie oft ich mir selbst immer wieder ein Bein stelle. Dabei war das Thema doch eigentlich schon gelöst oder hat es sich nur verschoben? 😉 Wenn ich so weit gehen möchte, das aufzubauen, was ich vorhabe und etwas erschaffen möchte, das ganzheitlich ist, komme ich nicht herum, Geld vollständig zu akzeptieren. Das beinhaltet auch zu akzeptieren, dass „Ich es wert bin!“.

Schreibe einen Kommentar