Unsere Gedanken werden zu Wörtern,
unsere Wörter werden zu Taten,
unsere Taten werden zu unseren Gewohnheiten,
unsere Gewohnheiten bilden unseren Charakter
und unser Charakter bestimmt unser Schicksal

Körperliche chemische Veränderung durch Bewusstsein

Im April (2022) war ich auf einem Wochenendseminar ein treffen, wo ich weitere Menschen persönlich kennenlernen durfte, die ich zuvor nur online gesehen hatte. Meine Idee war, einen kleinen Auftritt zu geben, außerdem möchte ich das Feuerspielen mit in dieses Projekt integrieren, statt es voneinander zu trennen. Lange habe ich den Gedanken in mir getragen das ich Persönlichkeitsentwicklung und Feuerspiel nicht vermischen möchte, bis ich mich fragte – warum eigentlich nicht? Darum geht es doch, genau das zu entdecken, worin man aufgeht und das Spiel mit dem Feuer ist ein wundervolles Beispiel dafür.
Zeitgleich war ein weiteres Anliegen, mich daran zu gewöhnen, das ich vor Publikum stehe und performe, ganz gleich, wie viel Angst hochsteigen könnte. Bislang war jede Feuershow für mich mit enormen körperlichen Leidensdruck verbunden (sowohl davor als auch danach), das bedeutet, mein Körper schüttete sehr viel Adrenalin aus und ich fing bisher immer an zu zittern – gewisse Angstzustände traten ein. Das erschwerte mir künstlerisch etwas anzubieten, weil ich zu sehr angespannt war und das zittern zur Folge hatte, dass ich sensible Techniken kaum ausführen konnte. Mein altes „ich“ war also darauf ausgelegt, meinem Körper in Alarmbereitschaft zu versetzten, ohne das mir zu den Momenten wirklich zu 100 % bewusst war, dass mir nichts passieren kann (ich fiel in mein inneres Kind/Vergangenheit zurück). Der ablauf aus der Vergangenheit war noch so gefestigt darauf, wie ich früher Reagierte, als ich in etwas versagt hatte oder versagen könnte (das sind die Konditionierungen, über die ich permanent Schreibe). Mein Körper reagierte recht heftig und stellte sich auf physische gewallt und das Gefühl der Ablehnung ein, im Falle des Versagens. Noch mal der Hinweis – ohne Bewußtwerdung hätte ich diese Herausforderung vermieden und somit alt bekanntes getan, ich wäre also weggelaufen. Ich möchte allerdings weiter kommen und Leben, also trete ich immer wieder an und möchte diese Details gleichzeitig mit euch Teilen.

Erinnerung aus meinem Buch:

Als Kind war ich gefühlt nie richtig und verschloss mich immer mehr durch Erziehung und der Schulzeit. Ich verlor in der Zeit die Begeisterung zum Lernen als auch die Verbindung zu mir selbst und meinem Herzen – dem, was ich bin. Als Kind möchte man unbedingt dazugehören, also bezog ich alles auf mich, passte mich an und musste Strategien entwickeln, um irgendwie klar zu kommen, weil es mir schwerfiel, der zu sein, den sich andere wünschten, der ich bin oder in mir sahen.

Jetzt, neu wiedergefunden und mit Offenheit erlangte ich in ganz kleinen, doch sehr bedeutsamen schritten diese Begeisterung wieder und nichts hält mich mehr davon ab, weiter zu gehen, nicht mal mehr meine eigenen Vorwände und Geschichten, die mir einreden wollen, unfähig zu sein oder es nicht zu schaffen.

Und so lief es ab.

Wie du weißt, nutze ich einen sogenannten Contact Stab, der viel über den Körper gespielt wird, wenn der Körper allerdings unkontrollierbar zittert und unter Adrenalin steht, ist es sehr schwer, die Kontrolle zu behalten. Das sind quasi Überreste aus der Vergangenheit, die Angst zu versagen und andere beobachten mich dabei, schrecklich… (ich erwähne es bewusst noch mal). Es ist ein innerer chemischer Ablauf, der mir zwar bewusst ist, doch fehlt mir die reale Erfahrung während des Auftrittes. An dem Abend vor dem Auftritt kreisten meine Gedanken wieder mal umher: „Es muss Perfekt sein, fehlerfrei, beeindruckend und fesselnd.“Mein Geist fing also wieder an, die schlimmsten Szenarien zu kreieren, die automatischen Ablaufmuster die ich in frühen Kindheitstagen erschuf: Es muss perfekt sein, ansonsten droht die Gefahr. Genauer gesagt spürte ich bereits die körperliche oder psychische Gewalt noch bevor irgendwas passiert ist, dieselben Emotionen, als würde ich grade geschlagen werden (jedes mal gefühlt Retraumatisierend). Das ist im Grunde die erste wichtige Botschaft in diesem kleinen Beitrag – der Hauptgrund, weshalb nicht nur ich, sondern viele andere nicht das tun, weshalb sie hier sind. Früher und auch ab und zu heute noch, kamen Sätze die mit „ja aber“ anfingen – vor-wände, um es nicht zu tun. Jeder kennt es bei mir waren das, die standartaussagen: „Mir gehts nicht gut, ich kann das nicht, ich schaffe das nicht“ und wenn das nicht angenommen wurde, bekam ich die Panikattacken. Körper und Geist waren in einem optimalen Zusammenspiel, um zu vermeiden.
Trotz alledem war ich jedoch bewusst genug, um zu fühlen, dass ich innerlich doch deutlich stärker und weiter bin, als das, was mir mein Verstand da grade versucht wiedermal einzureden. Mir war klar, das darf langsam aufhören. Ich möchte unter so enormen stress Empfindungen nicht wirklich dauerhaft weiter machen, sondern es mit Freude und Spaß verbinden. Mir fehlte trotz vieler Mediationen und Techniken, die ich angewandt hatte ein kleines Puzzleteil, ein Erlebnis, eine Erfahrung, um es zu erleben, auch deutlich gelassener auftreten zu können. Nur was ist es? Wie kann ich stressfrei auftreten und habe nach der Show keine Darmprobleme und enorme Magenschmerzen? Wie bekomme ich es hin völlig gelassen in die Show einzusteigen? Ich mein, ich war schon bei 8 Grad im Kalten wasser baden, habe holotropes Atmen gemacht, hab viel meditiert und so einige extreme Dinge getan, um genau darauf vorbereitet zu sein. Warum funktioniert es in vielen anderen Bereichen nur hier (noch) nicht?

Nach meinem Empfinden liegt es daran, das ich auch hier zu ungeduldig war, typisch Andy und seine Brechstange. Es ist ein sehr großer Sprung, den ich da jedes mal wage und manchmal zu viel auf einmal von mir abverlange oder auch erwarte – der Balanceakt, nicht zu viel und nicht zu wenig zu tun. Außerdem sind das die tiefsten Prägungen über Jahrzehnte hinweg „antrainiert“. Bislang habe ich mir Gelassenheit immer wieder visioniert, wie ich auf der Bühne stehe und spiele, allerdings ist es im realen und echten Leben noch mal eine andere große Herausforderung. Die Vision bereitet mich nur darauf vor, um es zu tun und mir die Möglichkeit zu bieten, es tatsächlich verändern zu können.
Ich habe mich zwar schon dezent daran gewöhnt, dass mich Menschen beim Training mal beobachten könnten. Es ist jedoch ein Unterschied, gegen Bezahlung zu spielen und das auf einer Bühne. Das bedeutet, ab dem Moment, wo es z.B um Geld ging, redete ich mir nochmehr Geschichten ein: “ Es muss tadellos sein und noch besser, eigentlich darf ich erst Geld annehmen oder Verlangen, wenn ich Weltmeister bin (ein schöner Glaubenssatz: NIE gut genug zu sein, egal was ich schon konnte, es reichte nicht).“ Das ist jedoch Quatsch. Klar braucht es Übung für einen Auftritt, natürlich möchte ich gerne etwas bieten können, mein eigener Anspruch war allerdings viel zu hoch und liegt fern ab von gut und böse (der WEG ist das Ziel). Durch die Bewußtwerdung, mir im klaren zu sein, dass es nur Geschichten sind, die ich mir da täglich erzähle, bin ich im stande dazu, mein Geist/Verstand zu beobachten. Ich stelle immer wieder fest, wie ich in der Lage bin, alles in mir verändern zu können. Das gibt mir die Kraft, den Weg weiter zu gehen und immer mehr neue Erfahrungen zu sammeln – den Zugang zu spielerischen lernen, statt weiterhin in der Zwangsjacke zu bleiben, die ich mir mal angeeignet hatte. Denn ich glaube an mich! Und das gilt für jedes HERZENSanliegen!
Glaube an dich und mach weiter, so gelingt es, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was funktioniert und was nicht. Das ist sehr wichtig, denn wenn man nie in der Tiefe das Gefühl entwickelt, an das zu glauben, was man tut, wird es scheitern (Lob könnte abprallen oder man macht die Dinge nur des Lobes wegen), daher war es mir ein Anliegen, einige Methoden in meinem Buch oder auch Begleiter vorzustellen, die einen dabei unterstützen können. So ist es mir schließlich gelungen, konnte es ändern und weiter machen. So versteht sich auch das Zitat:

„Erfolgreich sein heißt einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist.“

Das gild nicht nur den vielen körperlichen Schmerzen, die ich mir beim Training zugetragen habe oder der ganzen überwindungs-Geschichte, sondern auch für das gesamte Projekt als auch das Buch. Doch darauf gehe ich vielleicht später noch mal ein.

Zurück zur Geschichte

Ich habe etwas länger mit diesem Blogeintrag gewartet, denn an dem Seminarwochenende passierte etwas spannendes. Ich machte die Erfahrung, die ich mir wünschte bzw. vielmehr visionierte. Erstaunlicherweise war es allerdings wieder völlig anders, als ich es zunächst dachte. Wären wir wieder beim Thema Offenheit und Möglichkeiten wahrnehmen 😉
Was ist also passiert?
Früher (vor einigen Jahren) war ich schon 3, 4 Tage vor bestimmten Terminen völlig aufgeregt und im Stress und da rede ich von Ämtergängen, Arzt Terminen, Bewerbungsgesprächen oder Vorstellungsgesprächen was Kliniken angeht etc.. Das hat sich schon lange gelegt, die Aufregung fängt jetzt (wenn überhaupt und es kommt immer drauf an wie „groß“ das Ereignis noch ist) erst 1-2 Stunden vorher an und fühlen sich auch deutlich anders an. Wenn der Auftritt also näher rückt, beschäftige ich mich mit dem Aufbau der „Bühne“ , das sorgt erst mal für etwas Entspannung. Wenn das so weit fertig war, lief ich etwas wirr durch die Gegend und verlor den Fokus bzw. wurde total unbewusst, jetzt gibt es nichts mehr zutun und da fing das massives Kopfkino an. Nervig!
Ich wusste also nichts mehr mit mir anzufangen außer grübeln. An dem Seminarwochenende (kurz vor dem Auftritt) setzte ich mich allerdings zu 2 Frauen und es stellte sich recht schnell heraus, das sie über Männer und Sexualität sprachen. „Naja“ dachte ich mir, höre ich mal zu, was da so erzählt wird. Wenige Minuten später wurde ich dann gefragt, was mir wichtig erscheinen würde, was Beziehung und Sexualität anginge. Da durfte ich erst mal komplett in mich gehen und meine Wahrheit finden und das, zwischen all den Auftrittsängsten. Da das Thema sehr intim war, wollte ich auch so ehrlich drauf antworten, wie ich fühle. Also fing ich an zu erzählen und verlor mich vollständig in diesen Austausch, mein Fokus verlagerte sich vollständig in eine andere Richtung.
Ja, etwas, das ich schon kannte, doch durch die Intensität sowie meine eigene Erwartungshaltung mir gegenüber und „über-„Leistung, die ich erbringen wollte bei einem Auftritt, ist es mir einfach nie gelungen, vorher gelassen zu bleiben, mir fehlte eine essenzielle Erfahrung in Form eines Erlebnisses. Das ist die zweite Botschaft in diesem Blog – Erfahrung durch Erlebnisse (auch wenn sie manchmal sehr unscheinbar sind), sie kam völlig aus dem nichts, war jedoch genau das Richtige, denn:
Als ich fertig erzählt hatte, hörte ich schon die Frage: „Wann ist denn die Feuershow?“ Im Hintergrund und antwortete: „Jetzt“ Ich war nahezu vollkommen bei mir und erstaunlich gelassen, der ablauf war klar und die Vorbereitungen abgeschlossen. Als sich alle draußen versammelt hatten, spielte ich das Intro ab und fing an. Um es kurz zu machen: Es waren etwa 20 Minuten Spielzeit, in denen ich deutlich entspannter war als bislang zuvor mit einem sehr schönen Ablauf, es fügte sich einfach alles zusammen.
An dem Abend machte ich die wundervolle „Schlüssel“Erfahrung, dass ich die Kontrolle habe und es möglich ist, auch relativ frei von Adrenalin und Stressreaktionen aufzutreten. Nur weil ein intensives Thema zuvor im Austausch mich derartig in die Tiefe hat führen lassen und es mir dadurch gelang, meinen Fokus zu 99 % auf etwas anders zu lenken. Das Unmögliche schien tatsächlich möglich zu werden! Wie geil ist das denn bitte? Das Leben hat mir hier wieder gezeigt, wenn ich mich auf das einlasse, was passiert – in diesem Fall das ungewöhnliche Gespräch, bekomme ich oftmals genau die richtigen Lehren gezeigt. Über Sexualität und persönlichen Themen, die viel mit Scham behaftet sind, vor einem Auftritt zu reden, ist für mich recht ungewöhnlich. Doch es war genau das richtig.
Ich wartete erst mal ab und wollte mindestens eine weitere Erfahrung machen, denn 5 Tage darauf wurde ich zu einem Auftritt eingeladen. Wenn es mir dort gelingt, wieder dieselbe innere Erfahrung zu machen (deutlich gelassener zu sein), dann weiß ich für mich, ich habe wieder ein enormen Brocken Ängste in mir ablegen können.
Und ja, tatsächlich, bei dem gebuchten Auftritt, den ich dort alleine vorführte, machte ich dasselbe Erlebnis, mir ist sogar 2-mal der Stab aus der Hand geflogen und ich konnte damit einigermaßen leben. Ich war zwar etwas zittrig, doch lange nicht in diesem Adrenalin Rausch wie zuvor. Auch blieben diese unerträglichen Magenschmerzen aus, an denen ich im Nachhinein immer litt.
Irre, einfach nur fantastisch. Ich bin so froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben, den Mut gehabt zu haben, das Vertrauen der Menschen in mir zu spüren und das Mitgefühl zu erleben und wieder ein stück mehr dem Leben ansich zu vertrauen. Ich hätte auch vor dem Austausch über Sexualität fliehen können und mich lieber weiter der Angst vor dem Auftritt widmen können, doch das tat ich nicht, es war perfekt. Ein weiterer riesiger Meilenstein auf dem Weg zurück zu mir, dafür möchte ich Danke sagen.

Fazit:

Noch mal wiederholt ganz von Anfang an (über den Blog Eintrag hinaus)

– Ich wünschte und sehnte mich nach Veränderung und damit ging es los.

– Mein Nervenzusammenbruch führte dazu mich zu der Frage: „Warum ich?“ Die Antworten darauf ebneten den Weg.

– Verständnis für mich entwickeln, durch das eigene Leiden gehen, Konditionierungen anfangen abzulegen

– Verantwortung übernehmen, für all mein Denken fühlen und handeln.

– Bewußtwerdung, dass kein materielles Ding, kein Mensch oder Ort langfristig zu Glück führen kann.

– Offenheit-Herzöffnung

– Erkennen, dass ich mein Umfeld um meine Träume herum aufgebaut habe, dass bedeutet: Warum bin ich zu diesem oder jenen Menschen abhängig geworden? Ist es Liebe? Glück? Fülle? Freiheit? Auto? Anerkennung? Ja, selbst eine Schachtel originale Zigaretten als Geschenk usw. all dies konnte ich mir selbst nicht geben oder hatte es nicht.

– Begegnungen zulassen, die zur Folge haben, immer mehr die eigene Begrenztheit aufzulösen und jede innere Fessel sprengt, wie im Buch beschrieben. Hätte ich weiterhin Menschen in Schubladen gesteckt oder wäre bestimmten Situationen/Gesprächen ausgewichen, wären mir einige Möglichkeiten wie beispielsweise einen Feuerspieler kennenzulernen, verwehrt geblieben. Oder eben auch die Erfahrung aus diesem Blogeintrag etc..
– Zu sich zu stehen, stück für Stück als ein ganzes.

– Das wiederfinden von spielerischen lernen und der Begeisterung, denn viele gucken mich immer mit staunenden Augen an, wenn ich sage das ich erst seit knapp 10 Monaten trainiere (seid September/Oktober 2021 bis Juli 2022) und dabei auchnoch die Winterzeit von 3-4 Monaten fast komplett entfällt. Das macht einen unaufhaltbar und jeder hat es in sich. Ich hab mich selbst innerlich gefühlt auf 0 gesetzt und fing neu an, statt immer mehr drauf zu packen. Wer bin ich, warum bin ich hier?

Anders gesagt bedeutet es, dass ich „lernen“ relativ schnell mit enormen psychischen Leidensdruck im Hirn vernetzt habe (Das Beispiel der Datenautobahn aus dem Thema Neuroplastizität), die wiederum Qual bedeutet, das habe ich dann mit Lustlosigkeit und schrecklichen Ängsten verbunden, Lob verbindete ich nur mit Perfektion, alles darunter war nicht ausreichend. Wodurch eine unmögliche und aussichtslose Gedankenwelt entstand. Nach der Erkenntnis startete der Prozess und entdeckte diese Konditionierungen/Programme und legte diese eine nach der anderen ab, mit viel Geduld, Rückschlägen und Rückfällen. Ich verlor alles und gleichzeitig erschuf ich alles, wenn ich mir den Mut (Mut bedeutet, sich seinen Ängsten zu stellen) mal nicht geben konnte, wurde er mir von meinem jetzigen Umfeld gegeben. Nach und nach entstand zeitgleich die Offenheit gegenüber den Menschen, sodass ich fast jedem begegnen kann, mein „Schubladen“ denken und kategorisieren, ging immer mehr in die Beobachter Rolle über und verschwand in den Hintergrund, das ist Freiheit und Frieden, fast überall sein zu können und gleichzeitig nirgendwo. Ich fing an die Andersartigkeit der Menschen zu akzeptieren, statt sie zu verurteilen. Ich löste viele der anfänglichen genannten neuronalen Verbindungen im Hirn, was lernen angeht, auf (durch die beschriebenen Übungen in meinem Buch) und erfasste vor kurzen die tiefe Bedeutung von spielerischen lernen und der Begeisterung. Durch die Erziehung und dem kulturellen Umfeld beschloss ich dies zu vergessen – Spielen bedeutet Spaß und hat nichts mit zwanghaften lernen zutun (Damit meine ich nicht das Flüchten/kompensieren z. B. vor dem PC). Lernen bedeutet(e) Schmerz, das ist ein großer Teil von dem, wonach ich viele Jahre lebte oder viel mehr abstarb. Leben ist etwas anderes, ich möchte dich dazu ermutigen, es für dich herauszufinden. Ein Teil davon wird sein, den Glauben an und in sich selbst wieder zu finden und meine Erfahrung, die ich machte und oft von anderen hör(t)e war folgende:
Ich glaubte nicht an mich, also schuf ich größtenteils ein Umfeld, das mir das auch bestätigte, nicht wortwörtlich, sie ließen es mich spüren, auf subtile Art, unbewusst. Da steckt jedoch keine Bösartigkeit hinter, möglicherweise glauben sie selbst nicht an sich, ich weiß es nicht, also blieben wir gemeinsam alle stehen und jammerten, wie schlecht alles sei und waren mit verdrängen beschäftigt.
Umgekehrt glaubte ich natürlich auch an niemanden anders, sondern hielt gern mal schlaue und auswendig gelernte Reden, setzte allerdings selbst (erst mal) nichts davon um. Erst als mir das in mir aufgefallen war, wurde mir bewusst, dass ich vielleicht erst mal mir selbst helfen darf, bevor ich glaube, anderen helfen zu können. Auch nichts neues doch sehr wichtig zu erfassen.

Abschließend möchte ich noch etwas hinzufügen, ich bekomme häufig mit, das aus allen möglichen Gründen, die wenigsten Zeit dafür haben, ihren Weg zu gehen, zu Meditieren, Zeit für sich zu nehmen und sich auch tatsächlich mit sich und ihrem inneren bewusst auseinandersetzten (Es gehört alles zusammen, um sich selbt zu erkennen). Es fühlt sich nach Ausreden an, es ist in Ordnung (ich kenn das auch heute noch), daher betone ich gleichzeitig immer wieder – niemand braucht diesen Weg gehen, auf der anderen Seite ist mein Wunsch, soviel aufzudecken, wie ich in mir selbst bewusst machen konnte. Zu mir wurde gern gesagt: „Du hast so viel Zeit, um dich mit dir selbst zu befassen, mit der EU Rente bist du ja abgesichert.“
Ich lese gerne Bewertungen,/Kommentare unter Büchern von Autoren oder Videos von Menschen, die mich begeistern. Häufig fand ich dann alle möglichen Begründungen oder beschriebene Lebensumstände, die es einen nicht ermöglichen, etwas zu verändern. Es geht um den Job, es geht um die Familie, Geld, Kinder und Erziehung etc.. Nunja, im Abschnitt Begleiter habe ich bewusst Menschen dabei haben wollen, um auch diese Ausrede – das „ja aber“, zu nehmen. Da stehen nicht immer wohlhabende Eltern mit dicken Geldbeuteln im Hintergrund, die das Gefühl von Sicherheit vermitteln, z. B. Oksana und Kristina sind alleinerziehende Mütter und gehen ihren Weg, sie reduzierten die Stunden und gaben ihren sicheren Job komplett auf, weil sie mehr und mehr an sich und dem, was sie tun, glauben. Ich bin nun mal keine alleinerziehende Mutter, also kann ich schlecht darüber berichten, wie ich den Weg als alleinerziehende Mutter ging.

Lass mich an der stelle das Wort Ausrede durch Vorwand ersetzten „Vor-Wand“. Mit jeder Erkenntnis verschwanden diese Wände, vor denen ich stand und dahinter war ich nackt, da befindet sich schließlich das Unbekannte, das Angst macht, das verstehe ich nur zu gut. Meine Vorwände kennst du, ich klammerte mich an meine Diagnosen und Krankheiten, ich war nun mal so arm dran, das lautes oder stilles Leiden, mich zu schwach machten, um all das zu vermeiden, woran ich dich heute dran teilhaben lasse, in Form dieser Zeilen. Leiden war fast das Einzige, was ich im Leben kannte und das musste ich „festhalten“(nicht willentlich), die Verantwortung gab ich fast vollständig ab und schuld waren sowieso immer die anderen. Ich persönlich mache da keinen Unterschied mehr, ob es die Familie, das Geld, psychische Krankheit, Status oder was auch immer der Vorwand ist. Im Prinzip sind es ähnliche Fesseln, ähnliches Leiden es braucht nur einen ähnlichen Schlüssel, um das Schloss zu öffnen. Der tiefe Sinn von:

Nicht der Name des Kindes ist wichtig, sondern wie es denkt, fühlt und handelt.

Ich halte nur den Spiegel vor, allerdings habe ich dabei keinerlei Erwartungen oder möchte dir etwas für richtig verkaufen, eine Option und es ist, was ich in mir wiedergefunden habe – Leben. Ich kann und möchte niemanden verändern oder überzeugen, es ist eine unmögliche Aufgabe.

Wer sucht der findet (Negativität), ich war nicht anders. Daher seh ich diese erschütterlichen Zusammenhänge immer deutlicher, was selbst zu vorzeitigem tot führen kann, weil ich diese in mir erleben durfte. Auch wenn es für den ein oder anderen absurd oder sehr weit weg klingen könnte, für mich ist es nachdem was ich erlebt habe, ziemlich schlüssig. Denn so wie ich mal „gelebt“ habe, war an sich schon ein Sterbeprozess, ich konnte es nur nicht sehen, weil ich nur meine Gedanken/Ego war.
Der ein oder andere Menschen, den ich begegnete, fragte mich: „Warum ist er so früh gestorben?“ Ich kannte die verstorbenen Personen und habe manchmal etwas mehr über sie erfahren als ihre eigenen Partner/in. Ob es nun Krebs war oder Selbstmord.

Einemal hatte ich eine Begegnung zu jemanden, der kurz vor seinem tot sagte: „Ich habe nie geraucht, selten oder nie Alkohol getrunken etc., ich will noch nicht sterben, warum ich?“ Es ist also nicht nur die Frage, wie ich mich gesund ernähre, körperlich betüchtige oder soviel wie möglich arbeite, weil …, denn in sehr vielen Fällen bedeutet es übersetzt: „Alles andere ist wichtiger als ich selbst und bevor ich mich meinem Leid oder meinen Emotionen bewusst in mir stelle, tu ich lieber alles dafür, es noch weiter zu unterdrücken.“ Irgendwann ist es dann zu spät und kommt in 10-facher Entladung zurück. Anhand meiner Vergangenheit wird sehr deutlich, wohin mich das gebracht hatte, vom Selbstmord war ich nicht mehr weit entfernt. Das war mein letzter Denkanstoß in diesem Beitrag.

Da ich ja nichts Offizielles gelernt habe im Sinne von Schule oder Studium, verweise ich auf meine Quellenangaben im Buch. Da sind einige Menschen aufgeführt, die sich mit dem Thema auch in wissenschaftlicher Sinne befassen.

Danke für deine Zeit.

Hier noch ein Song (Phaeleh – Afterglow)

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